Level 42 bei den 21. Jazz Tagen am 15.07.2011 in Düren

Immerhin 5000 Zuschauer erlebten in Düren ein 1,5 Stunden langes !kostenloses! Konzert der Jazz-Funk-Pop-Größe der 80er Jahre, Level 42. In Düren? Das ist ein kleines Dorf zwischen Köln und Aachen und es ist nicht gerade für seine Rockkonzerte bekannt. Seit 21. Jahren aber gibt es dieses Jazz Festival schon. Nachdem in den letzten Jahren Größen wie Maceo Parker, Candy Dulfer und Nils Landgren das vom Dürener Jazz Club veranstaltete Festival rockten, konnte dieses Jahr mit Hilfe der Sparkasse als Freitagabendsponsor Level 42 gewonnen werden. Wer den Marktplatz betrat wurde gezählt, da bei 6000 Personen aus Sicherheitsgründen abgeriegelt worden wäre. Erstaunlich war, dass allerdings 1000 weniger den Weg bei schönstem Wetter zu diesem Konzert fanden. Level 42 gehören sicherlich zu den bekanntesten britischen Gruppen der 80er Jahre. Hits wie "Lessons in Love", "Running in the Family" oder "Guaranteed" sind auch uns Proggies bestens bekannt. (wenigstens uns Älteren) 30 Millionen verkaufter LPs sprechen allerdings für die Qualität. Und der Sound war das Beste, was ich je bei einer Open-Air-Veranstaltung gehört hatte. Respekt.  Am Bass und den Hauptvocals stand Mark King neben seinem Gitarre spielenden Bruder Nathan King. Mark King galt früher mal als weltbester Bassist. Er hatte einen ganz eigenen Stil perfektioniert, die sogannte Thumb-Slap-Technik. Die Keyboards bediente der schon seit vielen Jahren zurück gekommene Mike Lindup. Mit seiner Stimme und seinem guten Tastenspiel erinnerte er mich oftmals an Chicago. Auch mit dabei war der etwas im Hintergrund agierende Saxofonist Sean Freeman und der famose Schlagzeuger Pete Ray Biggin. Druckvoll und makellos war sein Auftritt. War die Stimmung am Anfang etwas verhalten, änderte sich das im Laufe des Gigs aber nachhaltig. Denn die Musiker gaben wirklich alles. Und man nahm ihnen ab, dass sie Spaß hatten. Wie auch wir Zuhörer.