Cruise to the Edge IV 7. - 11. Februar 2017

Am Dienstag, den 07. Februar 2017 enterte ich dann die „Brilliance of the Sea“, Kabine 1564, auf Deck 10. Jonas Reingold und seine nette Österreicherin Christine, erkannten mich vom letzten Mal und wir unterhielten uns gut. Ich traf sie noch öfter und jedesmal wurde es herzlicher. Er zupfte bei "the Fringe" den Bass. Das meint die Franse. Ah ja! Das erste Konzert war eine All-Star Besetzung zu Mike Portnoy's 50. Geburtstag. Es hatte sich schon wie ein Lauffeuer rumgesprochen, dass Pete Trewavas an Bord war. So war es dann auch, er zupfte den Bass. Steve Rothery sah ich auch, aber leider spielte er nirgendwo mit, bzw. ich habe es (natürlich) nicht mitbekommen.
Auf der Cruise selber ging ich es diesmal sehr ruhig an und siehe da, es gefiel mir erstaunlich gut. Die Kamera hatte ich so gut wie nie dabei. YES waren bei ihrem Auftritt wieder genial gut, sagen wirklich alle, die dabei waren. Ich auch. Alan White spielte nur am Anfang und Ende Schlagzeug mit. Sein Ersatzmann, Jay Schellen, dazwischen war richtig gut. Roger Dean boxte mir im Kabinengang beim Vorbeigehen auf die Schulter und sagte "see you". Selbst er scheint mitzubekommen, dass ich ein recht guter Kunde von ihm bin. Natürlich hatte ich schon viel Zeit in der Trading-Boundaries-Galerie auf Deck 13 verbracht. Steve Hacketts Auftritt am Mittwoch, den 08. Februar 2017 toppte alles bisher dagewesene! Zwei Stunden pure Energie! Mit Heidi und Mike ging ich abends im Restaurant "Chops Grille" essen. Am Ende wurde ich freudig überrascht. Sie hatten mich eingeladen, obwohl ich eine teure Flasche Wein bestellt hatte. Aber was für eine ausgezeichnete Wahl. Es gab noch einen saustarken Espresso zum Abschluss. Das ist deshalb erwähnenswert, da ich um kurz nach drei Uhr wach wurde und kaum mehr einschlief.
An diesem Donnerstagmorgen, den 09. Februar 2017 gab es wieder einen typical Bornee. Ich hatte eine Tour zu den Maja-Ruinen auf Cozumel gebucht. Man wusste aber nichts davon. Mal wieder typisch. Allerdings weiß ich wahrlich nicht, was da schiefgegangen ist. Klar, ich hatte keine Bestätigungsmail, aber die Buchung erfolgte ja über die Seite von Royal-Caribbean. Ein Schelm, der vermutet, dass vielleicht zu wenig Buchungen eingegangen sind. Das war aber auch nicht schlimm, so machte ich mir halt einen ruhigen Tag. Im Hard-Rock-Café von Cozumel kaufte ich zwei Sticker und einen Ton-Becher für Tequila. Für die zwei Sticker wollten sie 52 USD haben. Da fing ich aber an zu streiken. Wir rechneten dann in Pesos ab. Mal gespannt, was da auf der Mastercard-Abrechnung rauskommt. Zurück in Kuchenheim wurde ich dann freudig überrascht. Die 2 Anstecknadeln kosteten „nur“ 36 Euro. Allerdings schlug der Tequilabecher mit 16 Euro zu Buche. Ein echtes Billiglohnland. Um 14 Uhr spielten Spocks Beard auf der Poolstage. Wir lagen im Hafen, da freute sich das Nachbarschiff. Allerdings stand jemand auf dem Schiff und rockte gut mit ab. Sah so aus, als wäre er lieber hier auf der CTTE, als auf seinem familientauglichen "Kahn". Um 16:30 Uhr war dann der Bruder von Alan Morse mit seiner Band angesagt. Klar, dass The Neal Morse Band das Schiffchen rockten.
Am Abend war ich lecker mit netten Leuten von Trading Boundaries essen. Als Monica, die Partnerin von Michael Clifford pünktlich kam, fragte sie, ob es okay wäre, wenn Roger Dean auch mitkommt. Was für eine Frage. Michael kam etwas später dazu. Wir waren in einem leckeren italienischen Restaurant, "Giovanni's Table". Boah, wir haben fast drei Stunden zusammengesessen. Echt nett. Der Wein war exzellent, kein Wunder, es war der gleiche von gestern. Michael hatte bei mir vom Octopus-Bild noch einen gut. Eigentlich nur einen Cocktail, aber ich übernahm die Differenz des heutigen Abendessens (und der Getränke) gerne. Außerdem hatte ich ja noch einen Überschuss vom vorigen Abendessen. Eigentlich wollte ich danach direkt auf die Kabine, bekam aber mit, dass The Fringe, mit Jonas am Bass, Nick D'Virgillio an den Drums und Randy McStine an der Gitarre, der mir übrigens völlig unbekannt war, im Colony-Club spielten. Aber selbst danach ging ich nicht direkt auf meine Suite zurück. Ich traf an einer Bar mehrere von der German-Community und sonstige Proggies aus aller Welt. Nad Sylvan spendierte ich einen Rotwein. Das ergab sich, da ihn anscheinend von seiner Entourage niemand beachtete und er auch nicht bedient wurde. Nach 3:00 Uhr fiel ich dann ziemlich fertig in mein Bett. Nun ja, ich war ja fast 24 Stunden wach gewesen.
Focus habe ich bei beiden Konzerten verpasst. Ich habe keine Ahnung, wie das passieren konnte. Dabei hatte ich mich so auf sie gefreut. Diesmal waren die Gigs fast immer pünktlich, dafür überschnitt sich aber sehr viel. Ab und an traf ich Thiijs irgendwo auf dem Schiff. Echt schräg der Typ. Aber ein super Sympath. Am Freitagnachmittag, den 10. Februar 2017 ging ich aus der Concierge-Lounge raus und wollte die Treppe zu meinem Gang runtergehen, als ich Klaviertöne hörte. Ich wollte erst nicht, drehte aber kurzerhand wieder um und ging in die Viking-Lounge. Tja und dann sitzt da mutterseelenallein Thijs am Piano. Und der Typ erinnert sich auch noch an mich von der Loreley. Ich werde berühmt, äh, oder doch nur verrückt. So ein Privat-Konzert hatte schon was.
Mit Heidi und Mike war ich zum Abschluss in dem japanischem Restaurant Izumi essen. Und, echt lustig, an einem Nebentisch saßen Roger Dean, Michael und Monica, der Sohn von Michael war auch mit. Heidi konnte die Situation überhaupt nicht einordnen, warum Roger Dean zu uns an den Tisch kam, um mit MIR zu sprechen. (er hatte sich dafür bedankt, dass er bei mir am Vortag am Tisch sitzen durfte! Alte englische Schule). Wir waren ein wenig unter Zeitdruck, kamen aber pünktlich zum Konzert von Kansas im Theater an. Die alten Recken haben echt abgerockt! Ganz großer Sport! Das war es für mich dann mit der CTTE 2017.