(65:05, Camel Productions, 2013)

Beim Konzert von Camel wurde in Verviers auch die neue Einspielung des Klassikers "the snow goose" verkauft. In Ermangelung von Erben wusste ich mit meinem Geld nichts Besseres anzufangen und erwarb eine CD für 15 Euro. Aufnahme und Musik sind natürlich von erster Güte. Da ich schon die Deluxe Edition von 2009 besitze, war ich natürlich gespannt, wie sich die neue CD verbesserte. Und siehe da, ich war am Ende der Hörprobe ein wenig irritiert. Mangels Musikstudium zum Dirigenten vermag sich bei mir einfach kein großer Unterschied eingestellt zu haben. Das mag an mir liegen, kann aber auch bedeuten, dass die Unterschiede relativ gering sind. Wenn überhaupt, kann man anmerken, dass die neue Version druckvoller aus den Lautsprechern kommt, während die ´75er Aufnahme gefühlvoller rüberkommt. Sehr schwer zu sagen, welche besser gefällt.

Die Musiker haben sich in knapp 40 Jahren zu 75% verändert. So spielt statt Peter Bardens jetzt Guy LeBlanc Orgel und Keyboards, statt Doug Ferguson zupft Colin Bass den Bass. Was für eine Allegorie. Auch Andy Ward ist nicht mehr dabei, diesen Part übernimmt jetzt Denis Clement. Einzig und alleine das Urgestein Andrew (Andy) Latimer spielt seine bezaubernde Gitarre. Die Zeitunterschiede der Songs sind auch marginal. Bei all meiner Kritik soll nicht von einem Kauf abgehalten werden. Wer die alte Version von "the snow goose" nicht besitzt, macht nichts falsch, diesen Tonträger zu erwerben. Wer sie schon hat, kann in Ermangelung von Erben..., sonst eher nicht.

10 von 15