(66:42, Progress Records 2011)

Es fängt mit einem spannungsreichen Klangteppich an. Ein kräftiges Schlagzeug kommt dazu und die Gitarre werkelt im Hintergrund. Und dann kommt die Melodie. Wenn die Stimme von Anna Jobs Bender einsetzt, werde ich an Christina von Magenta erinnert. Und dann kommt die Querflöte. Ich könnte ins Schwärmen geraten. Das folgende Gitarrensolo ist absolut hörenswert. Was für ein toller Song. So darf es weitergehen. "the hand that feeds you" ist ein wunderbares Progstück. Ich hatte dieses Stück auf der CD eines befreundeten Magazins gehört und war Feuer und Flamme, die ganze CD der Schweden zu besprechen. Wenn man auf der Höhe ist, kann der Absturz allerdings sehr schmerzhaft werden. "earth" besteht eigentlich nur aus fast zweiminütigem Hintergrundwummern. Was soll das? Gut, wenn es den nächsten Proghammer einleitet. Tut es aber nicht. Denn schon im dritten Song wird der Schmalztopf aufgemacht. Und der Verschlussdeckel wird nicht wiedergefunden. Ab jetzt ist Prog Mangelware. Der Sound und die gesamte Produktion sind ausgezeichnet. Wer "Chimpan A" mag ist hier absolut richtig. Es wechseln sich schöne Lieder mit tollen Kompositionen ab. Folkig, poppig und etwas klassisch inspiriert. "restless" macht dann wieder Hoffnung, um nach 2 Minuten in seichtere Gewässer abzutauchen. Diese CD ist ein wunderbares, sehr gut gemachtes Werk. Die geringe Punktzahl von 9 geht auf den spärlich vorhandenen Progsektor zurück. Im Popbereich würde ich 13 von 15 möglichen Punkten geben!

9 von 15