(66:23, CD, MGP Records, 2015)

Wenn zwei Gitarrenvirtuosen sich treffen, kann sehr schnell Langeweile aufkommen. Nicht bei Pete Oxley und Nicolas Meier. Zum Einsatz kommen bei ihnen ausschließlich die verschiedensten Gitarren. Eine Zwölfsaitige ist darunter, genauso wie Slide- und Steelgitarre. Der Brite Pete Oxley kommt ganz klar aus dem Jazz, das hört man auch.

Der in England lebende Schweizer Nicolas Meierkommt eher aus der Ecke Steely Danund Pat Metheny. Unverkennbar ist auch hier Jazz, aber auch südamerikanische Klänge und mittelöstliche Einflüsse. Auf „Chasing Tales” mischen sich diese Stile in schmeichelnder Eintracht. In den zwölf Songs greifen alle Töne passend zueinander. Wer mit Pat Methenyso seine Schwierigkeiten hat, kann hier getrost reinhören. Der Frickelcharakter hält sich in Grenzen und wird immer wieder durch wunderbare sphärische Klänge auf eine wohltuende Basis zurück geholt.

Nicolas Meier erfährt im Moment eine absolute Krönung seiner musikalischen Machenschaften. Kein Geringerer als Jeff Beck bedient sich der Dienste. Unstrittig ist, dass Jeff Beck als einer, wenn nicht DER!, besten Gitarristen gilt. Die Liste der Supermusiker bei seinen Line-ups sind legendär. Mit der derzeit überwiegend rockigen Musik von Jeff Beck hat diese CD zwar nichts zu tun. Wenn er aber jemanden zu sich holt, ist das schon eine Ritterschlag.

Zum Träumen geeignet. Dies ist eine absolute Ohrenweide für die Seele.
10 von 15