(63:40, Glowing Sky Records, 2011)

Es beginnt mit einem Gong. Suggeriert dieser Ruhe, ist die Richtung Sekunden später vorgegeben. Hier spielen Musiker auf höchstem Niveau. Musiker? Nein, nur ein Solokünstler spielt alle Instrumente. Die Stimme ist sehr angenehm und erinnert mich an Ian Anderson. Wenn er dann seinen eigenen Backgroundsänger gibt, ist das Musik auf höchstem Niveau. In der "Overture" singt er mit sich als Gegenpart. Ganz, ganz großer Sport. 2 Künstler unterstützen ihn für einige Momente. Nämlich als Falsettstimme und ein Geiger. Leider war es mir nicht möglich, den Namen dieses Ausnahmekünstlers in dem Booklet, oder im Internet ausfindig zu machen. Das ist wohl Absicht. Auf früheren Auskopplungen taucht auch kein Name auf. Allerdings irritiert dann der Name "Ensemble". Ein Ensemble meint im herkömmlichen Sinne viele Musiker. Der andere Teil des Titels wird schon mehr bedient. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Tasteninstrumenten. Ein Vergleich wäre vielleicht Rick Wakeman. Hier wäre mein Anspieltipp "the benefication of the noble wizard". Darin wird eine Kirchenorgel wunderbar interpretiert. Um danach im nächsten Stück direkt abzurocken. Hier liegt ein wunderbares Album vor. Alles passt zusammen, ohne zu gefällig zu sein. Soloparts lösen sich mit komplexen Kompositionen ab. Zu jedem Kapitel dieses Konzeptalbums liegt eine mystische Zeichnung vor. Die Zeichnungen des Booklets wurden von Sam del Russi gestaltet. Wer Weltraumbilder mag sollte mal auf http://fineartamerica.com/profiles/sam-del-russi.html klicken. Wenn hier fast alles selbst eingespielt wurde und in Eigenregie produziert wurde, dann versteht da jemand sein Handwerk. Zur Hochphase der kreativen Rockmusik wäre diese Platte vielleicht im Wust der Alben untergegangen. Heute geht sie unter, weil diese Musikrichtung nicht mehr gefragt ist. Und das ist ungerecht, denn dieser CD sollte man viel Aufmerksamkeit widmen.

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